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Archiv für die Kategorie ‘Diagnose von HWS-Instabilitäten, Verletzungen und Erkrankungen der oberen Halswirbelsäule’

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1. Symptome bei Kopfgelenksverletzungen, Dislokationen und Instabilitäten der Kopfgelenke ...
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Patienten mit Frakturen, Dislokationen und Instabilitäten im Bereich der Kopfgelenke (Kopfgelenksinstabilität) leiden vorwiegend an folgenden Symptomen:

Schnelle Übersicht

  • Kopfschmerzen, beginnend am Hinterhaupt
  • befremdliche ziehende oder brennende Schmerzen am Hinterhaupt, eine bisher nicht bekannte Schmerzform, abweichend von der Art bisher erlebter Kopfschmerzen
  • Nackenschmerzen, Schulterschmerzen
  • vielfältige Körperschmerzen, Schmerzen am unteren Rücken
  • Kombinationen von Schwindel und Kopf-/Nackenschmerzen
  • Dumpfer Hinterhauptschmerz, dumpfe Schmerzen am Hinterkopf
  • Schwächegefühl, einfaches Schwächegefühl
  • Lähmung, Lähmungserscheinungen (Schwäche oder spastisch)
  • Störungen der Feinmotorik, auch Unfähigkeit zu Gehen, Schwankschwindel
  • Gehäuftes Stolpern, Gehstörungen
  • Gefühlsverlust, sensorische Störungen, verändertes Körpergefühl
  • Zittern
  • Augenflimmern, Sternchen sehen, Funken sehen
  • Sehschwäche, Verschwommensehen
  • Fokussierstörungen, Probleme zu fokussieren
  • Veränderungen des Farbsehens (farbig-Sehens)
  • Verschlechterung des Sehens bei Nacht (auch in Dämmerung / Dunkelheit). Probleme sich bei Dunkelheit zu bewegen / Unsicherheit
  • Kortikale Blindheit oder Teilblindheit
  • Gesichtsfeldausfälle, eingeschränktes Gesichtsfeld, fehlende Bereiche im Gesichtsfeld
  • Veränderungen in der Hörqualität, dumpfes "Hörgefühl", Distanz zum Ort der Geräuschentstehung
  • Hörverlust, Gehörverlust
  • Phonophobia, Phonophobie, Geräuschempfindlichkeit mit und ohne Aggression
  • Tinnitus (meist hochfrequenter Pfeifton)
  • Druckgefühle hinter dem Ohr
  • Normales Hören ist irritiert / gestört
  • Variabler Verlust an Körpergefühl, Empfindungsfähigkeit des Körpers, des Körperempfindens, der Körperwahrnehmung
  • Unterschiedliche Empfindungen zwischen rechter und linker Körperhälte. Unterschiedliche Empfindung zwischen rechten und linken Extremitäten (Armen und Beinen)
  • Verlust des Raumgefühls (der körperlichen Wahrnehmung im Raum)
  • Raumgefühl nur mit offenen Augen möglich *Selbstwahrnehmung/Körperwahrnehmung im Raum nur mit geöffneten Augen möglich (Feeling the position of body in room only with open eyes)
  • Unter Umständen Notwendigkeit von Krücken
  • Gefühlseinschränkungen (Tastgefühl, Wärmegefühl)
  • Verlust an sensorischen Gefühlen (z.B. beim Tasten)
  • Verändertes Körpergefühl
  • Brennende Sensationen (im Gesicht, am Körper)
  • Pelziges Gefühl im Gesicht, am Körper, an Armen oder Beinen
  • Kribbeln in Armen oder Beinen
  • Kribbeln im Gesicht
  • Vigilanzstörungen,Psychologische Störungen
  • Depersonalisation
  • Derealisation
  • Störungen der Wachheit
  • Störungen der Klarheit des Realitätserlebens
  • Realitätsverlust (quantitativ)
  • Bewußtseinsstörungen, abnorme Schläfrigkeit (Somnolenz), präkomatöse Zustände
  • Störungen der Selbstwahrnehmung
  • Erleben in dumpfem gefühllosen diffusen Raum zu leben
  • "Nicht mehr in dieser Welt"-Empfinden
  • Empfinden "Teil des Selbst verloren zu haben"
Ursachen für diese Symptome bei Kopfgelenksverletzungen, insbesondere bei Frakturen, fixierten Dislokationen und Kopfgelenksinstabilitäten sind:
  • Atlantookzipitale (kraniozervikale) fixierte Dislokation oder Instabilität
    • Verletzungen/Überdehnungen/Rupturen der Gelenkkapseln (C0/C1)
    • Verletzungen/Überdehnungen/Rupturen der Alarligamente (Ligamenta alaria)
    • Verletzungen/Rupturen der Membrana atlantooccipitalis anterior/posterior, der Membrana tectoria
    • Frakturen des Dens axis und dessen Basis und Frakturen des Atlas (Jefferson "Burst Fracture", Hangman-Fraktur), Os odontoideum
  • Atlantoaxiale fixierte Dislokation, rotatorische Subluxation oder Instabilität
    • Verletzungen/Überdehnungen/Rupturen der Gelenkkapseln (C1/C2) (Articulationes atlantoaxiales laterales)
    • Verletzungen/Überdehnungen/Rupturen der Alarligamente (Ligamenta alaria)
    • Verletzungen/Rupturen der Membrana atlantoaxialis anterior/posterior, der Membrana tectoria
    • Verletzung des densnahen Zapfen- oder Drehgelenks (Articulatio atlantoaxialis mediana)
    • Verletzungen/Rupturen des Ligamentum cruciatum atlantis, insb. des Ligamentum transversum

Im Detail

Schmerzen, brennende oder "ziehende" Hinterkopfschmerzen, migräneartige Kopfschmerzen, Nackenschmerzen

  • Starke Hinterkopfschmerzen (Okzipitalneuralgie), meistens als brennend oder ziehend beschrieben. Von Patienten selten als "Gefühl, als wenn Hirngewebe stirbt" beschrieben
  • Starke Kopfschmerzen, migräneartige Kopfschmerzen
  • Schmerzen im Bereich der Kiefergelenke, Ohren und Augen, Schmerzen hinter den Augen
  • Nackenschmerzen, manche Patienten berichten von keinerlei Nackenschmerzen, "als wären diesbezügliche Nerven durchtrennt", andere Patienten berichten von "unerträglichen Nackenschmerzen"

Kognitive Störungen, Konzentrationsstörungen, Störungen der Wahrnehmung, psychologische/seelische Störungen

  • Störungen der Aufmerksamkeit und der Konzentrationsfähigkeit
  • kognitive Störungen, der Wahrnehmung, des Lernens, Erinnerns und Denkens, also Störungen der menschlichen Erkenntnis- und Informationsverarbeitung
  • Erinnerungsstörungen, Erinnerungslücken, Erinnerungsschwächen, insbesondere des Kurzzeitgedächtnis
  • Reizüberflutung, Überforderung, rasche Ermüdbarkeit; "als wäre simultan nur noch ein und dazu recht enger Erlebniskanal offen, im Gegensatz zu einer breiten Datenautobahn vorher"
  • Angststörungen, Gefühl existentieller Bedrohlichkeit der Situation, Todesangst
  • Depression

Bewußtseinstrübung, Depersonalisationsgefühle

  • Benommenheit
  • Störungen der Wachheit (Vigilanzstörungen)
  • Störungen der Erlebnisklarheit, bzw. der  Erlebensklarheit
  • Qualitative und quantitative Bewußtseinstrübung
  • Störungen des Ich-Erlebens mit Derealisation, Depersonalisation; Beschreibungen wie "wie auf Watte", "nicht mehr richtig da", "duselig", "Grenze zwischen mir und Umfeld verwischt"
  • Vielfältige Persönlichkeitsstörungen
  • Derealisation
  • Depersonalisation

Motorische Störungen, Koordinationsstörungen

  • Lähmungserscheinungen
  • Koordinationsprobleme beim Gehen, wiederholtes Stolpern
  • Koordinationsprobleme im Bereich von Mimik und Gestik und auch beim Versuch, Objekte zu greifen
  • Koordinationsprobleme von Armen und Beinen
  • Zittern, Störungen der Feinmotorik
  • Wiederholtes Verschlucken
  • Unwillkürliche Bewegungen
  • Nachziehen eines Beins
  • Einklammern von Zehen

Sensorische Probleme, Gefühlsstörungen

  • Parästhesien, Kribbeln und/oder Wärmegefühl im Gesicht und/oder den Extremitäten (sowohl im Gesicht, als auch auf beiden Körperhälften gleichzeitig beschrieben, da oftmals zentralenervöse Ursache);  auch als pelzig, gefühllos, kraftlos, brennend (flush) umschrieben

Akute Schwindelattacken, chronischer Schwindel

  • Schwindel verschiedener Intensität
  • Schwindel, Schwankschwindel oder Drehschwindel (oftmals wird Schwankschwindel mit Kleinhirn-Störungen und Drehschwindel mit dem Mittelohr in Verbindung gebracht; jedoch habe ich beide Schwindeltypen an ein und demselben Patienten erlebt)
  • Gleichgewichtsstörungen, Stolpern, Schwankschwindel
  • Manche Patienten erzählen von "Drop attacks", "daß die Beine plötzlich nicht mehr tragen"

Sehstörungen

  • Sehstörungen, Sternchensehen, schwarze Flecken im Gesichtsfeld, Gesichtsfeldeinschränkungen und Gesichtsfeldausfälle

Vegetative Störungen, Atemstörungen, Störungen des Herz-Kreislaufsystems

  • Herz-Rhythmusstörungen, Herzstolpern, Pulsausfälle
  • Atemstörungen, Atemregulationsstörungen, Cheyne-Stokes-Atmung mit Atempausen
  • Gefühl nicht mehr richtig atmen zu können
  • Übelkeit und Erbrechen

Hörstörungen, Tinnitus

  • Tinnitus, intermittierend,
  • Taubheit

Horner-Syndrom

  • Gelegentlich, insbesondere bei vaskulärer Beteiligung auch Horner-Syndrom

Symptome sind sehr unterschiedlich und wechselnd und geben klinisch ein recht unklares Bild, das allein spricht schon für den Verdacht einer Kopfgelenksinstabilität. "Brennende" Hinterkopfschmerzen und/oder Störungen der Wachheit oder Erlebnisklarheit stellen Leitsymptome bei Kopfgelenksverletzungen dar.
  • Die Symptome werden oftmals begleitet von auffälliger (und ernstzunehmender) Benommenheit, Schläfrigkeit oder Stupor (Starrezustand des gesamten Körpers, Unfähigkeit oder Schwerfälligkeit  zu reagieren (Manche Patienten beschreiben es als "Locked-in-Syndrom in abgeschwächter Form")). Manche Patienten beschreiben wiederholte "(kurzzeitige) Absencen". Manche Patienten zeigen ausgeprägte Agitiertheit, Unruhe, Unaufmerksamkeit und es ist ihnen die Bedrohlichkeit durch ihr Erleben der Störungen anzusehen. Diese Symptome sollten ernstgenommen werden, da sie Ergebnis mechanischer oder vaskulärer zentralnervöser permanenter oder intermittierender Schädigungen sind
  • Vegetative Ausfälle und Fehlregulationen, besonders des Kardiovaskularsystems, unstetiger fehlerhafter Puls, Herzrasen (Tachykardie) und wiederholte Verlangsamung (Bradykardie)
  • Nächtliches Aufschrecken (durch autonomen Weckreiz) mit Angst zu sterben, mit Atemregulationsstörungen, gestörter autonomer Atmung, kurzzeitige Unfähigkeit rhythmisch und gleichmäßig zu atmen, bewußtes Erleben der Cheyne-Stokes-Atmung, Herz-Rhythmusstörungen, fühlen von Herzstolpern und Fehlpuls (und Todesangst), kortikaler Blindheit (mehrere Minuten), Sternchensehen, Derealisationsgefühle, tiefe Bewußtseinstrübung. Dies wird insbesondere bei atlantookzipitalen und rotatorisch subluxativen atlantoaxialen Instabilitäten beschrieben. Aufgrund von Verletzungen der Haltestrukturen (Gelenkkapselzerreißungen, Rupturen der Alarligamente, supportiven Bänder (vorderes und hinteres Längsband, der Membrana tectoria, der Membranae atlantoaxiales und/oder atlantooccipitales anteriores/posteriores)) kommt es bei muskulärer Entspannung im Schlaf zu translativen und/oder rotatorisch subluxativen Verschiebungen und damit zu mechanischen, insbesondere bei diesen Symptomen zu vertebrobasilären Insuffizienzen mit diffus hypoxischen Verletzungsmuster und dem bei Perfusionsstörungen im Vertebralisstromgebiet typischen Weckreiz. Dieser Mechanismus bleibt in fast allen Fällen verborgen und ist nur mit großem Aufwand reproduzierbar. Um diese Symptomatik zu reproduzieren ist Narkotisierung nötig und am ehesten mit Funktions-MRT (insbesonder Kopf etwas nach vorn neigen und dann zur Seite gekippt) und begleitender MR-Angiographie in Funktionsstellungen anzugehen, dennoch ist die Befundung nicht immer erfolgreich. Bei solchen Symptomen sollten umgehend Sandberg-Aufnahmen mit leicht nach vorn geneigten und dann zur Seite geneigtem Kopf angefertigt werden.
  • In einigen Fällen sind dauerhafte Vigilanzeinbußen verschiedener Ausprägung sichtbar, die von leichter Schläfrigkeit über ausgeprägtem Sopor bis hin zu präkomatösen und komatösen Zuständen reichen. Patienten beschreiben, "sie seien nicht mehr richtig wach", sie seien "wie eine halbtote Fliege", sie "leben nicht mehr in dieser Welt" oder "in keiner Welt", "nicht mehr am Leben und doch atmend", "innerlich abgestorben", "in einer diffusen Welt lebend"
  • Leicht bis schwer gestörte Selbstwahrnehmung, veränderte oder reduzierte Selbstwahrnehmung; von Patienten kaum in Worte zu fassen und oftmals von Medizinern als psychotisch oder neurotisch abgetan ohne die physiomorphologische Bedrohlichkeit zu erkennen
  • Defektatmung in verschiedenen Ausprägung (s.o.)
  • Meistens sind Instabilitätsverletzungen nicht mit etablierten Mitteln provozierbar oder radiographisch abbildbar, da der Körper über den verletzten Haltestrukturen mit gesteigertem Muskeltonus reagiert. Dieser Schutzmechanismus maskiert bei wachem Patienten oftmals die ernste luxative Verletzung. Der wache Patient kann seine tiefen Nackenmuskeln nicht derartig entspannen.
Manche Neurochirurgen erklären die Symptome mit "losen" C1-Wirbeln, die durch verletzte Haltestrukturen sowohl im A-P-Gang, als auch seitlich oder rotatorisch gleiten können und dabei die Basilararterie, die Vertebralarterien und/oder den Hirnstamm komprimieren können..

Diagnostik

Mehr zum Thema Diagnostik lesen Sie hier.
Um Instabilitäten innerhalb der Kopfgelenke zu entdecken sollten
  • Sandbergaufnahmen (Dens axis durch offenem Mund) MIT Seitenneigung des Kopfes (vorher Kopf leicht nach vorn senken und dann zur Seite neigen) angefertigt werden, da die meisten Röntgenaufnahmen (in zwei Ebenen, in Anteflexion und Hyperextension) keinen Befund zeigen
  • Computertomographie mit leicht nach vorn gesenkten und ausgiebig zur Seite geneigten Kopf, inklusiver axialer Abbildungen
  • Eventuell Funktionsmyelographien oder fMRT (mit Beurteilung der Flügelbänder, der Gelenkkapseln der Zwischenwirbelgelenke und C0/C1 und des densnahen Gelenks)
  • Computertomographie nach Dvorak
  • Eventuell invasive Beurteilung
  • bei Verdacht auf vertebrobasiläre Störungen (Glukose-Utilisations-PET), MRA in Funktionsstellungen (ggf. Stellungen wie oben beschrieben) und ggf. DSA
Befunde können dabei sein:
  • Verletzungen der Alarligamente
  • Paradoxe Beweglichkeit C0/C1
  • Verletzungen des densnahen Gelenks
  • rotatorische Subluxation
  • Zerrissene C1/C2-Gelenkkapseln
Anhang: Reguläre Symptomlisten den Wirbelsäulenabschnitten zugeordnet Im Bereich von C0-C3/C4
  • Kopfschmerzen, migräneartige Schmerzen
  • Nackenschmerzen und ziehende Hinterhauptschmerzen
  • Druckschmerzen und Druckgefühle hinter den Augen
  • Unklares Sehen
  • Sehen und das gesehene nicht "verarbeitet"
  • Schwindel, Taumeln
  • Benommenheit
  • Ohnmachten und Ohnmachtsnähe
  • Gesichtsschmerzen, Parästhesien/Gefühlsstörungen im Gesicht, Flush
  • Tinnitus, Ohrgeräusche, Ohrenschmerzen
  • Kieferschmerzen
  • Wiederholte oder chronische Heiserkeit
  • Riechstörungen
  • Schluckstörungen, ständiges Verschlucken
  • Nasennebenhöhlenprobleme
  • Koordinationsstörungen
  • Orientierungslosigkeit
  • Sprachstörungen, verwaschene Aussprache
  • Allgemeine Abgeschlagenheit
  • Subfebrile Temperaturen, Fieberschübe
  • Vertebralarterien-Insuffizienz (VBI)
  • Schlaflosigkeit (Insomnie)
  • Hypersomnie
  • Erinnerungsstörungen
  • Depression
  • Irritationen innerhalb der Wahrnehmung, abnorme Beeinflußbarkeit
  • Konzentrationsstörungen, Konzentrationsverlust
  • Allergien und Heuschnupfen
  • Schwächegefühle (plötzliche und ständige)
  • Atemprobleme, Schwierigkeiten zu atmen
  • Herz-Arhythmien
  • Funktionelle Herzbeschwerden
  • Asthma und damit verbundene Probleme
  • Armschmerzen und Angina-ähnliche Armschmerzen
  • Taubheitsgefühle in Armen, Händen, Beinen und Füßen
  • Beinschmerzen
  • Bettnässen, Inkontinenz
  • Unterleibskrämpfe
  • Erschöpfung, besonders beim Stehen
  • Blasenentleerungsstörungen
C4-C7
  • Schmerzen und Steifigkeit im Bereich des Nackens
  • Schulterschmerzen
  • Armschmerzen
  • Tennis-Ellbogen-ähnliche Schmerzen
  • Hand- und Fingerschellungen
  • Taubheit und Kribbeln in den Fingern und Händen
  • Verlust von Schultermuskulatur
  • Verminderte Bewegungen in Schulter- und Nackenbereich
  • Schluckstörungen
  • Nervosität
  • Verkrampfungen im Nacken
  • Brustschmerzen
  • Kalte Hände, schlechte Blutzirkulation in Armen, stechende Schmerzen, "die wieder wegzugehen scheinen"
  • Kraftlosigkeit im Händedruck, Griffschwäche
  • Schleudertrauma
  • Bestimmte Schilddrüsenprobleme
  • Sprachstörungen
  • Hormonelle Dysbalancen
2. Pathophysiologische Erklärung ...
Verletzungen von Nervengewebe mechanisch oder (intermittierend) vaskulär Symptome entstehen aufgrund mechanischer Reizung oder mechanischer Schädigung des ZNS, also des Hirnstammes, bzw. der absteigenden Gehirnbereiche (Medulla oblongata, ...) durch den Dens, durch komplexe paradoxe Beweglichkeit von Schädelbasis, Atlas und Axis, mit mechanischer Reizung oder Schädigung oder auch durch diffus-hypoxische, (intermittierend) ischämische oder (intermittierend) minderperfundierende vaskuläre Störungen durch rotatorische oder translative atlantoaxiale Subluxation oder kombinierte Verkippung. Auch bei Fehlbeweglichkeiten zwischen Kondylen des Hinterhauptbeins und des Atlantoaxialkomplexes kann es zu Durchblutungsstörungen im Vertebralisstromgebiet kommen.
3. Diagnostik von Instabilitäten im Bereich der Kopfgelenke ...
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Wenn Sie aufgrund der Symptomatik eine Halswirbelsäuleninstabilität bei sich vermuten, lesen Sie ggf. hier weiter. Wie kann man nun eine instabile Verletzung der Kopfgelenke feststellen? Wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, ist die Anatomie der Kopfgelenke, die Pathophysiologie der Kopfgelenke und die Diagnostik von Verletzungen derselben das Spezialgebiet dieser Website.
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Röntgen-Position
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Korrelat
Patienten mit Instabilitäten innerhalb der Kopfgelenke haben insbesondere wenn die Verletzung aufgrund eines ernstlichen Schleudertraumas der Halswirbelsäule, beziehungsweise aufgrund der Mechanik der Peitschenhiebbewegung eintrat, oftmals keine knöchernen oder nervalen Verletzungen. Das Problem für Patient und Arzt liegt nun darin begründet, daß Patienten von Unfallchirurgen und Orthopäden mittels normaler, statischer Röntgenaufnahmen (Röntgenuntersuchungen in zwei Ebenen, vielleicht noch in Anteflexion und Retroflexion) untersucht werden. Diese Aufnahmen zeigen naturgemäß keine krankhaften (pathologischen) Veränderungen. Maßgebliche Verletzungen die zu Instabilitäten innerhalb der Kopfgelenke führen sind Verletzungen des Halteapparates und der Gelenkkapseln, also
  • Verletzungen (Überdehnungen, Zerreißungen) der Alarligamente (Ligamenta alaria)
  • Verletzungen (Überdehnungen, Zerreißungen) der Gelenkkapsel(n) C0/C1 (Articulatio atlantooccipitalis)
  • Verletzungen (Überdehnungen, Zerreißungen) der Gelenkkapsel(n) C1/C2 (Articulatio atlantoaxialis lateralis)
  • Verletzungen des Dens-Gelenks (Articulatio atlantoaxialis mediana, auch Articulatio trochoidea des Dens axis bezeichnet)
  • Verletzungen (Überdehnungen, Zerreißungen) der vorderen atlantookzipitalen Membran (Membrana atlantooccipitalis anterior), der hinteren atlantookzipitalen Membran (Membrana atlantooccipitalis posterior)
  • Verletzungen (Überdehnungen, Zerreißungen) der vorderen atlantoaxialen Membran (Membrana atlantoaxialis anterior) und der hinteren atlantookzipitalen Membran (Membrana atlantoaxialis posterior)
  • Verletzungen (Überdehnungen, Zerreißungen) des Ligamentum apicis dentis
  • Verletzungen (Überdehnungen, Zerreißungen) des Ligamentum transversum atlantis (seltener), Verletzungen des Ligamentum cruciatum atlantis (Ligamentum transversum atlantis und dessen anhängende vertikal laufende Faserzüge (Crus superius und Crus inferius)
All diese Verletzungen führen zu Instabilitäten im Bereich der Kopfgelenke. Diesen Verletzungen gemein ist, daß sie allesamt Weichteilläsionen sind und deshalb auf konventionellen Röntgen- und im allgemeinen auch auf CT-Aufnahmen verborgen bleiben, also nicht direkt dargestellt werden können. Damit bleiben sie dem Orthopäden oder Unfallchirurgen in aller Regel verbogen, obwohl es sich um ernste Verletzungen handelt, die fatale Konsequenzen zur Folge haben können. Durch die Instabilität entsteht eine chronische mechanische Reizung/Kompression von Nervengewebe (insbesondere auch des Hirnstammes) und/oder der Blutgefäßen (vornehmlich der Arteria vertebralis und deren Begleitvenen). Selten ist eine venöse Abflußstörung durch (meist) ein rot unterlaufene Auge sichtbar. Dies gilt momentan für alle statisch aufgenommenen radiologischen Untersuchungen. Bei einem stillliegenden oder still stehenden Patienten kann kein Riss der Bänder oder Gelenkkapseln im Bereich der Kopfgelenke festgestellt werden. Es ist zu vergleichen mit einem Abriss der Bänder am Kniegelenk. Sind die Kniegelenksbänder gerissen, ist der Patient nicht fähig zu laufen. Allerdings ergeben die Röntgenaufnahmen, die im Liegen durchgeführt werden, keinen krankhaften Befund. Wenn das Knie, selbst das ganze Bein von einem Neurologen untersucht werden würde, weil der Patient nicht laufen kann, wären auch hier keinerlei neurologischen Veränderungen zu erkennen. Wenn man allerdings eine gehaltene Aufnahme, also eine funktionelle Aufnahme von diesem Kniegelenk macht, kann sofort eine Fehlfunktion des Kniegelenkes, also die Vergrösserung des Kniegelenkspalts in krankhafter Form festgestellt und dokumentiert werden. So kann man den Rückschluss ziehen, dass das Band am Kniegelenk oder am Sprunggelenk zwangsläufig verletzt sein muss, sonst würde sich ja der Gelenkspalt nicht so weit aufspreizen lassen. Ebenso kann man eine Bänderverletzung an der Halswirbelsäule nicht nachweisen, da die meisten angefertigten Röntgen- und MRT-Aufnahmen nicht funktionell durchgeführt werden.

Diagnostik durch funktionelles Röntgen, wir verwenden ein C-Arm-Röntgengerät

Erklärung an einem praktischen Beispiel Ich möchte Ihnen das soeben geschilderte an Röntgenaufnahmen demonstrieren: Sie sehen hier zwei Röntgenaufnahmen, links eine Röntgenaufnahme von vorn, rechts eine seitliche Aufnahme, die beide mit einem C-Arm-Röntgengerät aufgenommen wurden:
Im AP-Strahlengang, bei geöffnetem Mund Seitliche Aufnahme
Man sieht auf beiden Bildern keinerlei Verletzung. Besser wäre zu formulieren: "Es ist keine knöcherne Verletzung ersichtlich und in neutraler Haltung regelrechte Konfiguration." Trotzdem hatte der Patient die typischen Beschwerden für Kopfgelenksverletzungen:
  • Kopfschmerzen
  • Nachlassen des Gedächtnisses und kognitiver Fähigkeiten
  • Konzentrationsstörungen
  • häufig Schwindelgefühle
  • wiederholt Ohrgeräusche
  • Schmerzen im Bereich der Augen
  • nächtliches Aufschrecken
  • wiederholt Sehstörungen, und auch Atemstörungen
  • mehrere Kreislaufkrisen
  • Angst
Wir fertigen nun mit einem C-Arm-Röntgengerät eine funktionelle Aufnahme von vorn durch den geöffneten Mund an. Dabei neige man den Kopf etwas nach vorn und dabei zur Seite.
Funktionsaufnahme der Kopfgelenke Funktionsaufnahme der Kopfgelenke (markiert)
Es ist auch hier keine knöcherne Verletzung zu erkennen.Deutlich zu erkennen ist der Zahnfortsatz (Dens axis) des zweiten Halswirbels (Axis). Um den Axis liegt der ringförmige erste Halswirbel (Atlas). Im rechten Bild wurden die Umrisse des Dens axis und der seitlichen Auftreibungen (Massae laterales) des Atlas eingezeichnet (Mehr dazu siehe Anatomie - Die Halswirbelsäule). Auffällig ist, das zwischen Dens axis und der Massa lateralis des Atlas ein Hohlraum entsteht, der nicht entstehen dürfte, wenn die Haltestrukturen unverletzt wären. Insbesondere Verletzungen der Alarligamente, oftmals in Zusammenhang mit Verletzungen der unteren Kopfgelenke (Articulationes atlantoaxiales mediana et laterales), führen zu solchen Abbildungen. In diesem Fall ist eindeutig eine Verletzung der Kopfgelenke vorhanden, ein ernstlicher pathologischer Befund. Dieser Befund ist aller Wahrscheinlichkeit nach für die Beschwerden des Patienten zu nennen.

Diagnostik

Darstellung des Dens axis bei leicht gesenkten und intensiv zur Seite geneigtem Kopf durch weit geöffnetem Mund. - Dabei sollte der Kopf minimal zur kontralateralen Seite rotiert werden. Bei gleichzeitiger ausgeprägter Rotation des Kopfes zur kontralateralen Seite der gehaltenen Lateralflexion (bspw. Seitenneigung nach rechts und gleichzeitig ausgeprägtere Kopfrotation nach links) kann die Integrität der seitlichen Atlantoaxialgelenke (Articulationes atlantoaxiales laterales) beurteilt werden: Ragen die unteren Gelenkflächen des Atlas seitlich über die oberen Gelenkflächen des Axis scheinen Verletzungen der Gelenkkapsel vorzuliegen. Die in diesem Fall gestellte Diagnose kann natürlich noch durch ein Funktions-MRT oder ein Funktions-CT erhärtet werden.

Diagnostik mittels Computertomographie

Computertomographie mit leicht nach vorn gesenktem und intensiv zur Seite geneigtem Kopf, bei minimal zur kontralateralen Seite rotiertem Kopf; coronale und axiale Abbildungen. Im hier vorgestellten Fall kann eine adäquate Operation zur Stabilisierung der Kopfgelenke aller Wahrscheinlichkeit nach helfen.

Darstellung der Haltung während der Bildgebung

[caption id="attachment_293" align="aligncenter" width="300" caption="Röntgen-Position A (Haltung A)"]Haltung A[/caption] [caption id="attachment_295" align="aligncenter" width="300" caption="Röntgen-Position B (Haltung B)"]Haltung B[/caption]
Darstellung der Haltung Darstellung der Haltung
[caption id="attachment_292" align="aligncenter" width="300" caption="Korrelat A"]Korrelat A[/caption] [caption id="attachment_294" align="aligncenter" width="300" caption="Korrelat B"]Korrelat B[/caption]
Röntgenbild Röntgenbild

Pathophysiologische Erklärung

Die Bänder an Axis und Atlas, vornehmlich die Gelenkkapseln, Alarligamente und das Ligamentum apicis dentis, halten die Kopfgelenke so, dass insbesondere bei Seitenneigung und/oder Rotation immer ein gleichbleibend großer Spalt zwischen Dens axis und den Massae laterales des Atlas erhalten bleibt. Wenn man nun die betreffenden Stellen auf dem oben abgebildeten Röntgenbild genauer ansieht, fällt auf, dass die Spalten rechts und links des Dens axis asymmetrisch sind! Der linke Spalt wird breiter. Ähnlich wie beim Kniegelenk kann man nun aus dieser Aufnahme schließen, dass hier eine Bänderverletzung links vorliegt. Aufgrund des relativ breiten Spaltes links ist zu vermuten, dass das linke seitliche Band (Ligamentum alare links) gerissen ist. Im Bereich der mittleren Halswirbelsäule (Zweiter Halswirbel bis einschliesslich erster Brustwirbel) kann es natürlich nach Unfällen auch zu Frakturen, aber auch, was sehr häufig vorkommt, zu Überdehnungen, Störungen oder gar Verletzungen der Bandscheiben und der dazugehörigen Bänder kommen. Die Patienten klagen über ständige Schmerzen im Nacken-, Nacken-Schulter-Bereich, auch über Nacken-Hinterkopf-Schmerzen, die unter Belastung erheblich an Stärke zunehmen. Sie können auch zeitweise mit Armschmerzen oder Kribbeln einhergehen. Liegt ein HWS-Schleudertrauma mit den genannten Symptomen vor, das durch konservative Behandlung nicht besser wird, ist die oben beschriebene Untersuchung sehr ratsam.
4. Differentialdiagnostische Untersuchungsschritte ...
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Anamnese

1. Unfall vorausgegangen? Gestürzt? 2. HWS-Beschwerden (auch subakute), Knacken, Gefühl einer (wiederholten) Fehlstellung? 3. HWS-Manipulation, Einrenkmanöver?

Untersuchungen

  1. Neurologe:
    1. Farbduplex-Sonogramm zum Ausschluß einer Vertebralisdissektion, vertebrobasilären Insuffizienz, diffus-hypoxische Schädigungen
    2. Kernspin-Angiographie (MR-A) der Halsgefäße in Care-Bolus Technik (Begründung: Verdacht auf intermittierender Perfusionsstörung bei occipito-atlanto-axialer Instabilität): Untersuchungposition: Kopf in Lateralflexion und auch in Rotation; Bei translativer oder rotatorischer Subuxation atlantoaxial, z.B. aufgrund von Verletzungen der Gelenkkapseln C1/C2 und/oder Verletzungen der Ligg. alaria, des Lig. apicis dentis, des Lig. cruciatum atlantis, der M. tectoria, oder des vorderen Längsbandes, insb. bei Verletzungen des Dens-Gelenks (Art. atlantoaxialis mediana) mit tänzelnder Dens oder bei Verletzung der Gelenkkapseln C0/C1 mit paradoxer Beweglichkeit des atlantooccipitalen Bewegungssegmentes kann es zu einer Art Kinking/Kompression der Arteria vertebralis mit ausgeprägten Perfusionsstörungen im Bereich der Atlasschlinge, beim Durchgang durch die Membrana atlantooccipitalis posterior oder auf Höhe der Zwischenwirbelgelenke C1/C2 oder C2/C3 kommen
  2. Orthopäde:
    1. Röntgen in 4 Ebenen, sowie Röntgen in Ante- und Retroflexion; in AP-Projektion: Dens axis zentriert; eventuell Kopf dann etwas in Lateralflexion: ändert sich die Dens-Atlas-Symmetrie?
    2. Überweisung für MRT der HWS
    3. vom Orthopäden durchführen lassen oder ggf. auch vom Hausarzt Überweisung erbeten, um Fachkollegen nicht vor den Kopf zu stoßen:
    4. Überweisung zum Röntgen mit folgendem Inhalt: "Röntgen HWS: Transorale 'open-mouth' Densprojektion in mäßiger Ante- und gleichzeitig massiver Lateralflexion des Kopfes zwecks atlantoaxialer Subluxations-Provokation bei Verdacht auf ligamentäre Verletzung im Bereich der Kopfgelenke, besonders der Ligamenta. alaria. DD Integritätsstörung der Gelenkkapseln C0/C1/C2/der Articulatio atlantoaxialis mediana. Darstellung der Kondylen des Os occipitale bis C2 komplett. Projektion exakt in AP des Kopfes (Hinweis: Kiefer sollte abs. symmetrisch, Atlas exakt orthogonal zur Frontalebene abgebildet sein, also nicht in Richtung des Gaumens tendierend). Bds. Vorzugsweise unter Fluoroskopie. Dabei: Versuch, die Lateralflexion durch den Radiologen gezielt im Bereich C0 bis C2 zu erwirken. Siehe Abbildung: Fragestellung: Ändert sich die Lage des Dens axis ggü. den beiden Massae laterales, bzw. weitet sich der "Gelenkspalt" zwischen lateraler Dens-Grenze und Innenseite der seitlichen Auftreibungen des Atlas? Als Zeichen einer Ruptur eines oder beider Ligamenta alaria, DD Dens-Gelenk-Ruptur, DD Verletzung/Zerreißung der Gelenkkapseln C1/C2, Lig. apicis dentis / Lig. cruciatum atlantis / M. tectoria. Bei Integrität der Kopfgelenke, insb. der M. atlantoaxialis anterior, des Lig. apicis dentis, des Lig. cruciatum atlantis, der Membrana tectoria, der Ligg. alaria und der Gelenkkapseln C1/C2 muß der Abstand zwischen Dens axis und der Massa lateralis beidseits gleich (d.h. der Dens stets zentriert) bleiben, auch bei Lateralflexion. Dens-Assymmetrie als Zeichen einer Instabilitätsverletzung" Beispiel einer Instabilität, bzw. Verletzung von Haltestrukturen: http://www.kopfgelenke.de/24/2008/12/16/talk-functional-radiology-set1/ Die hier beschriebene Röntgentechnik zeigt nicht zwangsläufig vorhandene Instabilititätsverletzungen. Maskierungen können durch komplexe Verletzungsmuster, die nicht im AP-Strahlengang sichtbar werden, durch fehlerhafte Projektionen, falsche Haltungspositionen, aber auch durch eine gewisse Schutzspannung der Haltemuskulatur des Patienten entstehen. Daher empfiehlt sich auch bei negativem Befund ein Funktions-CT und/oder ein Funktions-MRT
  3. Funktionelle Kernspin-Tomographie der oberen Halswirbelsäule und des kraniozervikalen Übergangs  (Funktions-MRT der Kopfgelenke) zur Beurteilung
    1. der Integrität der Gelenkkapseln C0/C1, C1/C2, C2/C3 auch unter Funktion;
    2. insbesondere des Dens-Gelenks auch unter Funktion
    3. Beurteilung der Membrana atlantooccipitalis anterior, Membrana atlantoaxialis anterior, des Ligamentum apicis dentis, des Ligamentum cruciatum atlantis (e. des Ligamentum transversum atlantis), der Membrana tectoria, der  Ligamenta alaria auf Faserstrukturveränderungen oder nicht durchgängige Darstellung von Bändern und Gelenkkapseln; Gelenkkapselrupturen, Ligamentrupturen, Strukturveränderungen? Insb. auch in Lateralflexion und Rotation (Versuch die Lateralflexion durch den Radiologen gezielt im Bereich C0 bis C2 zu erwirken) oder nach fachlicher Kompetenz des Kollegen
  4. Funktions-CT
    • Liegeposition: Lateralflexion, Versuch die Lateralflexion durch den Radiologen gezielt im Bereich C0 bis C2 zu erwirken und ggf. leichte Rotation zur kontralateralen Seite
    • Axiale Schnittfolge in 1mm-Schnitten und koronale Abbildungen, sowie 3D-Rekonstruktion bspw. mit PC-Doctor o.ä.
  5. Neurootologische Untersuchung zur Feststellung von Fehlfunktion der Sinnesorgane durch Instabilität der Kopfgelenke
  6. Therapie Je nach Ausmaß der Instabilitätsverletzung, subjektivem Leidensdruck oder Bedrohlichkeit (auch der subjektiven Bedrohlichkeit)
    1. Bei frischen Verletzungen eventuell Versuch der absolut rigiden Fixierung mit fester Orthese (z.B. Halo-Fixateur, Jerome Cervical Miami-J, Stifneck, Philadelphia Cervical Collar ist wegen mangelhafter Anpassbarkeit nicht empfehlenswert) über 6-12 Monate; beim Tragen der Halskrause Kiefer geschlossen halten, da Öffnen des Mundes zur Beanspruchung des okzipito-atlanto-axialen Segmentes führt Keinerlei "Mobilisierungsübungen, Kräftigungsübungen, Bewegungen; da eine ligamentäre Verletzung wohl durch konsequente Immobilisierung heilen kann
    2. Bei lange zurückliegenden Verletzungen mit bleibender Instabilität, die nicht subjektiv oder objektiv bedrohlich ist, bzw. nicht progressiv zu psychischen oder physischen Störungen führt
      1. Ebenfalls Versuch, über viele Monate rigide zu stabilisieren durch feste Halskrause, dabei keine körperlichen Belastungen, z.B. auch PC-Arbeit (führt zu muskulärer Dysbalance; am besten Arme und Schultern hängen lassen; Schulterblätter nach unten/zusammen
      2. Spirituelle Behandlungskonzepte (??)
      3. OP
    3. Bei (auch subjektiv) bedrohlichen Zuständen Bei Verdacht auf eine Instabilität der oberen HWS / der Kopfgelenke oder bei Verdacht auf Verletzung von Gelenkkapseln oder Bändern, auch bei nicht objektivierbarem subjektiven Leidensdruck empfehle ich eine
      1. Temporäre Stabilisierungs-Operation von C0 (Kopf) bis C4 (wegen besserer Statik nicht nur bis C2). Diese Operation ist im allgemeinen vertretbar und reversibel. Die Operation kann dorsal als Stab- oder Plattensystem instrumentiert werden; z.B. durch Okziputplatte oder Okziputstäbe zusammen mit Magerlschrauben oder Isthmus-Verschraubung, sowie Pedikelschrauben in C3 und C4.
      2. Sollten sich die Beschwerden daraufhin bessern, oder die Lebensqualität steigen, sollte unbedingt eine Zweitoperation erfolgen, bei der der Bereich zur knöchernen Durchbauung ("Spondylodese") vorbereitet wird; z.B. mit autologem Knochen, Actifuse, Dibotermin o.ä., da die Erfahrung lehrt, daß Schrauben durch Materialermüdung oftmals irgendwann brechen, insb. transartikuläre C1/C2-Schrauben. Solche Stabilisierungsoperationen sind bei ausgeprägtem Leidensdruck und Vorliegen von "subjektiven" Beschwerden wie haltungsabhängigen Kopfschmerzen oder Sehstörungen auch ohne adäquaten organischen Befund vertretbar, da Kopfgelenksinstabilitäten häufig sehr schwer zu erkennen sind und sehr subtil sein können und sich einer Diagnose oftmals entziehen. D.h. es gibt wohl viele Fälle, bei denen kein organischer Befund erhoben werden kann außer den Aussagen des Patienten. Ärzte, die solche Stabilisierungsoperationen durchführen, sind in diversen Wirbelsäulenzentren zu finden
--- Ergänzend zur neurologischen Abklärung Untersuchung auf infektiöse, cerebrovaskuläre, insbesondere ischämische Ursachen im Bereich des ZNS
  1. Ausschluß spezifischer neurologischer Erkrankungen, z.B. NMR-Bildgebung mittels MRT (Kernspin-Tomographie) und MR-Angiographie (Kernspin-Tomographie mit kontrastierter Gefäßdarstellung oder Bolus-/Flußdarstellung) von Gehirn und Halsgefäßen
  2. Ausschluß: Vertebralisdissektion, Aneurysmen, A. vertebralis-Fenestration, Subclavian-Steal-Syndrom (Strömungsumkehr), u.a. mittels Kernspin-Angiogramm (MR-A) und zusätzlicher Farbduplex-Sonographie; soweit möglich in verschiedenen Kopfhaltung (insb. Seitneigung)

Ergänzend zur orthopädischen Abklärung
  1. HWS-Röntgen in 4 Ebenen
  2. HWS-Funktionsaufnahmen in Anteflexion und Retroflexion
  3. MRT (Kernspin-Tomographie) der Halswirbelsäule unbedingt nötig. Bei instabilen Verletzungen der Haltestrukturen im Bereich der Kopfgelenke sind diese Untersuchungen sehr sehr häufig befundarm oder befundfrei
  4. Spezielles Funktions-Röntgen vorzugsweise unter Bildwandler in Form einer Densprojektion bei massiver Lateralflexion (Seitenneigung des Kopfes) bei geöffnetem Mund, wie andernorts in dieser Website beschrieben:

V.a. Instabilität okzipito-atlanto-axial, bzw. Weichteilläsion im Bereich der Ligg. alaria/apicis dentis/Gelenkkapseln C0/C1/C2. Anteroposteriore Dens-Projektion durch geöffnetem Mund mit leicht nach vorn und ausgeprägt zur Seite geneigtem Kopf, Abbildung Kondylen des Hinterhauptsbeines bis C3. Bds. Zur Lage-Beurteilung des Dens zu den Massae laterales C1. Neigt sich Dens axis seitlich gegen Massa lateralis?"

Wenn bisher alle Untersuchungen ohne nennenswerten Befund im Bereich der Kopfgelenke ist: Ergänzend zur neurootologischen Abklärung Untersuchung der Sinnesorgane auf hypoxische oder diffuse, bzw. unmarkante Störungen hin Ergänzend zur Funktions-MRT Abklärung

Das Funktions-MRT der Kopfgelenke stellt die wichtigste Untersuchung bei der Beurteilung der Integrität der Kopfgelenke dar.

Untersuchung auf Strukturveränderungen der Bänder und Gelenkkapseln: Untersuchung der Alarligamente, des Lig. apicis dentis, der Gelenkkapseln, des Dens-nahen Gelenks, des Lig. transversum atlantis Untersuchung in Rotationsstellung+Anteflexion+Retroflexion+Seitenneigung Zusätzlich Beurteilung der Arteria vertebralis in diesen Positionen: z.B. auf "rotational vertebral artery occlusion", Okklusionen der Vertebralarterien können durch atlantoaxiale Subluxationen oder translatorische Gegenbeweglichkeiten entstehen oder auch bei Verlust der anatomischen Zuggurtung der Wirbel Ergänzend zur Funktions-CT Abklärung Funktions-CT des kraniozervikalen Übergangs, oder der HWS gesamt mit axialer Schnittfolge und plastischer Rekonstruktion Ergänzend eventuell Glucose-Utilisations-PET metabolischen Abklärung